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Presse 2023

Ein Vortrag, der einleuchtet

 

Am Dienstag, den 05. September 2023, ab 18:00 Uhr, lädt das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V. zu einem Online-Vortrag zum Thema „Lichtverschmutzung – Das Ende der Nacht?“ ein.

Im Rahmen der Schöpfungszeit (01.09. - 04.10.2023), die zur Dankbarkeit und an die Eigenverantwortung in den Kirchengemeinden gegenüber der Schöpfung Gottes aufruft, beschäftigen wir uns mit den immer heller werdenden Nächten – und welche Auswirkungen das auf uns und auf die Natur hat.

Ganz im Sinne der Dankbarkeit und des Respekts gegenüber der Umwelt wird der Physiker und zweifache Umweltpreisträger Manuel Philipp, von den Paten der Nacht gGmbH, in einer Online-Präsentation die Gefahren durch die zunehmende Lichtverschmutzung erläutern.

Durch die Vermeidung von nächtlicher Beleuchtung ist es möglich Millionen von Zugvögeln und hunderte Milliarden Insekten vor dem sicheren Tod zu retten. Worauf Herr Philipp jedoch besonders aufmerksam machen möchte ist, dass die Lichtverschmutzung in Europa pro Jahr um 6 % zunimmt. Ein gezielterer Einsatz der nächtlichen Beleuchtung könnte einerseits 20 Milliarden Euro und Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid einsparen und andererseits die negativen Folgen für Flora und Fauna deutlich reduzieren. Auch die Auswirkungen auf uns Menschen ist nicht zu unterschätzen: Beispielsweise kann ein schlechterer Schlaf eine der Folgen sein, was sich wiederum auf das Immunsystem auswirkt.

Jeder, der wissen möchte, wie er selbst gegen die Lichtverschmutzung vorgehen kann, sollte Manuel Philipp sein Ohr leihen. Der Vortrag wendet sich an jeden, der Licht und Beleuchtung in der Nacht einsetzt um Baudenkmäler, Parkplätze, Straßen oder Garten und Wege rund ums Eigenheim zu beleuchten. Er regt dazu an den Einsatz der Beleuchtung zu überdenken, Licht gezielt einzusetzen und die Abstrahlung nach oben zu vermeiden.

 

Zum Online-Vortrag kann man sich hier bei unserem Kooperationspartner, dem Bau-& EnergieNetzwerk Mittelrhein e.V, kostenfrei anmelden.

 

Das Umweltnetzwerk Kirche e.V. ist ein ökumenischer und gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, Kirchengemeinden und kirchliche Institutionen in Fragen des Umwelt­schutzes und der nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen. Der Vortrag wird in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Trier, der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Gartenakademie Rheinland-Pfalz, dem Bau-&EnergieNetzwerk Mittelrhein e.V., dem Umweltamt der Stadt Koblenz und der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz durchgeführt.

09.08.2023


Alternativen zu herkömmlichen Kirchenheizungen

 

Strahlungsheizung in der ChristuskircheDas Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V. (UNK) lud am 23.06.2023 zu einer Infoveranstaltung zum Thema Kirchenheizungen in die Christuskirche in Andernach ein. Hier wurde vor Kurzem eine Strahlungsheizung installiert, die enormes Einsparpotenzial verspricht. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und hochgesteckter Klimaziele hat das Thema den Nerv der Zeit getroffen. Schließlich waren 38 interessierte Personen der Einladung gefolgt.

 

In einem einführenden Vortrag stellte Hartmut Baden, Energieberater und Beiratsmitglied des Vereins, die Entwicklung der Beheizung von Kirchen dar. Jede Kirche ist einzigartig. Das betrifft den Baukörper und seine Entstehungszeit einerseits aber auch die Art und Häufigkeit der Nutzung sowie der Beheizung. Neben dem Wohlbefinden der Besucher:innen hat die Temperierung von Kirchen auch Auswirkungen auf Kunstobjekte und Orgeln  in den Kirchen. Immer öfter treten Schäden durch z. B. Schimmelbefall auf. Die Ursache dafür steht in Zusammenhang mit dem Raumklima, das durch die Beheizung maßgeblich beeinflusst wird. Die Investition in neue Heiztechnik will also wohl überlegt und geplant sein und muss viele Parameter berücksichtigen, nicht zuletzt auch die Betriebskosten.

 

In der Evangelischen Kirche Andernach wurde hierzu ein vorbildlicher Weg beschritten, den Andreas J. Schulte, Gemeindeamtsleiter, vorstellte. In die Christuskirche, deren älteste Teile aus dem 13. Jahrhundert stammen, wurde eine hochmoderne und energieeffiziente Strahlungsheizung eingebaut. Die sogenannten „Orbi-Heater“ ähneln Kronleuchtern, die von der Decke hängen. Ausgangspunkt war die in die Jahre gekommene Ölheizung, deren Ersatz absehbar war. Das Aufheizen über mehrere Stunden für eine Veranstaltung kostet mit der vorhandenen Ölheizung etwa 420 €. Die Investition in eine Öl- oder Gasheizung schien nicht mehr zeitgemäß. Der historische Bau und der Denkmalschutz schließen viele Alternativen aus, die sich nicht in den Kirchenraum einfügen lassen. Eine Alternative schien ein Dunkelstrahler zu sein, denn eine Infrarotheizung wärmt lediglich Besucher und Gegenstände aber nicht die Luft. Schließlich konnte ein geeigneter Hersteller gefunden werden um den Orbi-Heater zu „testen“. Man war begeistert sowohl von der Optik, die ein wenig an ein schmiedeeisernes Rad erinnert, als auch vom Wärmeeffekt. Zurück in Andernach mussten die Entscheider überzeugt werden. Mit einfachen Mitteln baute man ein Modell des Orbi-Heaters, um die optische Wirkung in der Kirche darzustellen und konnte überzeugen. Rund 100.000 € und Eigenleistungen flossen in die Anschaffung und Installation von acht solcher Orbi-Heater. Seitens des Ev. Kirchenkreises Koblenz erfolgte eine finanzielle Unterstützung. Beim Rundgang durch die Christuskirche teilten die Teilnehmer der Infoveranstaltung das Urteil, dass sich die moderne Technik gut in den historischen Bau einfügt. Und selbst bei hochsommerlichen Temperaturen war nach kurzer Zeit der Heizeffekt zu spüren. Die neue Technik wärmt die Kirchenbesucher für lediglich 15 € (Strompreis 0,30 €/kwh) je Veranstaltung. Das begründet sich damit, dass es keine Aufheizphase gibt und auch nicht das gesamte Luftvolumen auf Temperatur gebracht werden muss. Das freut sicher auch den Kirchmeister. Bei extremer Kälte wird die Heizleistung vermutlich nicht ausreichen, deshalb werden nun Überlegungen angestellt, wie man sich für solche Tage wappnen kann. Heizbare Stuhlkissen wären eine Option. Andererseits ist zu erwarten, dass es in Zukunft immer seltener Tage mit solch extremer Kälte geben wird. Alternativ könnte der Gottesdienst auch in den nebenliegenden Gemeindesaal umziehen, um die zusätzliche Beheizung der Kirche an solchen Tagen zu vermeiden. Die Teilnehmenden waren begeistert von der Veranstaltung und es bleibt zu hoffen, dass es bald weitere Strahlungsheizungen dieser Art in Kirchen geben wird.

 

30. Juni 2023


 

Sparkassen engagieren sich für Nachhaltigkeit in Kirchengemeinden

 

Dank der Spenden der Sparkasse Koblenz und der Kreissparkasse Mayen kann das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e. V. (UNK) die Projekte „Energie sparen in Kirchengemeinden“ und „Biodiversitätsberatung für Kirchengemeinden“ in 2023 weiterhin anbieten. Steigende Energiepreise hatten die Nachfrage nach der Energieberatung durch das UNK rasant steigen lassen. Aber auch der Klimawandel und seine Folgen für den Menschen und die Biodiversität führten vermehrt zur Nachfrage nach Biodiversitätsberatungen. Der Verein, aber auch die Kirchengemeinden, die hiervon profitieren, danken für die Förderung, ohne die zahlreiche Anfragen hätten nicht bearbeitet werden können.

 

Der Klimawandel wird zu einer immer drängenderen Bedrohung für die Menschheit. Trockenheit, Hitze und Extremwetterereignisse werden auch in unserer Region immer häufiger. In gleichem Maß ist auch die Artenvielfalt bedroht. Immer mehr Kirchengemeinden wollen vor diesem Hintergrund ihre Anstrengungen im Umweltschutz deutlich verstärken. Leider fehlen hierzu oft die finanziellen Mittel.

 

Das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V.  bietet seit 2009 den Kirchengemeinden Unterstützung bei ihren Bemühungen an. Zum einen erfolgt dies mit dem Projekt „Energie sparen in Kirchengemeinden“. Neben qualifizierten Energieberichten zu den begutachteten Liegenschaften, gibt es viele Tipps und Maßnahmenvorschläge deren Umsetzung den Energiebedarf deutlich senken können. Häufig ist lediglich das Nutzerverhalten zu ändern und die Behebung von Schwachstellen durch (gering-) investive Maßnahmen erforderlich. Die Energiepreissteigerungen des letzten Jahres und ein wachsendes Bewusstsein für den Klimaschutz haben zu einer sehr großen Nachfrage für dieses Projekt geführt. Im Jahr 2022 wurden zu insgesamt 14 Liegenschaften Energieberichte erstellt.

 

Neben der Energieberatung bietet das Umweltnetzwerk eine Biodiversitätsberatung für kirchliche Grünflächen an. Diese Flächen haben ein großes Potential für die Erhaltung der biologi­schen Vielfalt und die Anpassung an den Klimawandel. Durch die Beratung erhalten Kirchengemein­den wertvolle Hinweise zu naturnaher Pflege und Entwicklung ihrer Flächen und zu deren Anpassung an den Klimawandel. Grünflächen können helfen, negative Folgen des Klimawandels abzu­puf­fern. Bäume und Sträucher spenden Schatten und kühlen durch Verdunstung. Diese Wirkungen strahlen in den Siedlungsraum aus.

Vorträge, Exkursionen und andere Veranstaltungsformen bieten eine weitere Informationsplattform für Kirchengemeinden.

 

Als recht kleiner Verein mit begrenztem Budget sind wir jedoch nicht in der Lage alleine alle an uns herangetragenen Anfragen nach einer Energieberatung zu unterstützen. Umso mehr haben wir uns über die Spenden der Sparkassen gefreut.

 

Das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V. ist ein ökumenischer und gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, Kirchengemeinden und kirchliche Institutionen in Fragen des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen. Weitere Informationen zum Verein und seinen Projekten gibt es unter www.umweltnetzwerkkircherheinmosel.de

29. Juni 2023



Energie sparen in Kirchengemeinden: Dank Förderzusage der Regionalstiftung Hunsrück und Nahe geht´s weiter

 

Der Klimawandel wird zu einer immer drängenderen Bedrohung für die Menschheit. Trockenheit, Hitze und Extremwetterereignisse werden auch in unserer Region immer häufiger. Immer mehr Kirchengemeinden wollen vor diesem Hintergrund ihre Anstrengungen im Klimaschutz deutlich verstärken. Leider fehlen hierzu oft die finanziellen Mittel.

 

Das Umweltnetzwerk Kirche Rhein-Mosel e.V. (UNK) unterstützt Kirchengemeinden bei ihren Bemühungen Energie einzusparen durch eine qualifizierte Energieberatung im Projekt „Energie sparen in Kirchengemeinden". Aus den Ergebnissen der Vor-Ort-Begehung können Maßnahmen abgeleitet werden, die den Energiebedarf senken. Die Energie-Checks enthalten Handlungsempfehlungen, wie die Nutzen­den im betrachteten Gebäude selbst den Energieverbrauch relativ schnell durch ein verändertes Verhalten und die Behebung von Schwachstellen durch (gering-) investive Maßnahmen mindern können.

 

Das Projekt erlebte im Jahr 2022 eine sehr große Nachfrage. Hierfür ist sicherlich eine Reihe von verschiedenen Punkten maßgeblich. Neben einem gestiegenen Bewusstsein für den Klimaschutz spielen mit Sicherheit auch die stark gestiegenen Energiekosten eine Rolle, aber auch die Umsetzung der Strukturreformen in der Katholischen Kirche, die wieder mehr Planungssicherheit verschafft. Im Jahr 2022 wurden insgesamt zu 14 Liegenschaften Berichte abgeschlossen.

 

Als recht kleiner Verein sind wir jedoch nicht in der Lage alleine alle an uns herangetragene Anfragen nach einer Energieberatung zu unterstützen.

 

Dank der Förderung durch die Regionalstiftung Hunsrück und Nahe können wir eine weitere Energieberatung durchführen, die der Evangelischen Kindertagesstätte in Kirchberg zu Gute kommt. Der Verein, aber auch die Kindertagesstätte, dankt für die Förderzusage, ohne die uns dort eine Durchführung des Projektes nicht möglich gewesen wäre!

 

13. März 2023

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Aktuelles

 

Hier (Größe: 0.43 MB; Downloads bisher: 333; Letzter Download am: 25.02.2024) finden Sie den Tätigkeitsbericht 2023.

Kirchengemeinde auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität

18.03.2024 18:00 - 18.03.2024 19:30

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